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Das Komitee

Caro vor ihrer Reise nach Italien

Wie’s anfing...

AFS ist die älteste und größte Austauschorganisation überhaupt und ganz unparteiisch sag ich jetzt mal: die Beste noch dazu. Ihr wisst schon.
Ursprünglich wollte ich ja nach Großbritannien, das ist aber unter anderem das teuerste Land was ich mir hätte aussuchen können und AFS waren die einzigen die GB zu nem echt günstigen Preis angeboten haben (ungefähr halb soviel wie andere) und nunja, das war dann eigentlich der Grund warum ich mich bei AFS beworben hab. Vorher hab ich recht lange alle möglichen Organisationen und Preise verglichen und wenn AFS nicht gewesen wär hätt ich mich glaub ich sogar irgendwo für n USA-Stipendium beworben (aaaaaaaahhh USA das ginge ja gar nicht...). Denn Australien war auch nicht billiger ;-) Frankreich wäre auch noch was gewesen aber erst mal wollte ich die Bewerbung für AFS schaffen weil AFS den frühesten Bewerbungsschluss hatte.
Das ganze lief dann auch recht kurzfristig, Mama und Papa Broschüre vorgelegt, nach dem ‚Na ja OK’ die Bewerbung unterschreiben lassen, ein paar Tage lang an dem Rest der so dazugehört gearbeitet (Selbstbeschreibung, Lehrergutachten ausfüllen lassen- was erstaunlicherweise voll fix ging,...) und noch so ganz knapp am Tag des Einsendeschlusses abgeschickt. Aber hat ja noch gereicht, ein paar Tage später kam dann die Bestätigung, dass alles angekommen ist.

Auswahlen

Kurz danach hab ich die Einladung zur ersten Auswahl in Hannover-Buchholz gekriegt. Da waren an dem Tag ungefähr 40 Bewerber (einen Tag vorher war auch schon eine Auswahl, also insgesamt waren es dann wohl so um die 80) und es gab ne kleine Inforunde für die Eltern. Danach 6(!) Stunden Auswahl, die einem aber irgendwie gar nicht vorkommt wie eine Auswahl, es waren hauptsächlich Spiele die anscheinend irgendwas über unsere Persönlichkeit ausgesagt haben. Meistens musste man in der Gruppe Konflikte lösen und diskutieren, aber so viel darf ich nicht verraten, sonst wird’s für die zukünftigen Bewerber ja langweilig *hehe*
Man hat aber die ganze Zeit gemerkt dass jeder angenommen werden wollte und zwischendurch teilweise leichte Panik bekommen wenn man gar nicht zu Wort gekommen ist. War auf jeden Fall anstrengend, aber auch lustig. Man hatte ja auch immer wieder Pausen wo man sich mit anderen unterhalten konnte also so schlimm wars nicht. Na ja jedenfalls haben wir alle in der folgenden Woche Post bekommen, ob wir zur nächsten Auswahl angenommen wurden, manche wurden auch direkt angenommen weil unser Komitee nicht den Platz hatte so viele Leute zur zweiten Auswahl einzuladen, die mussten sozusagen schon vorher aussortieren. Eine Woche später war dann ein ganzes Wochenende in Bredenbeck bei Hannover die 2. Auswahl und was soll ich sagen, war toll!! Wieder irgendwie anstrengend, wieder superlustig und man lernt eben total viele neue Leute kennen, da waren auch Leute, die gerade in Deutschland ein Austauschjahr machen, eine Brasilianerin, ein Kolumbianer, ein oder zwei Amerikaner,... Und man erfährt viel von den Ehemaligen, was denen in dem Jahr so passiert ist und so weiter. Allein deswegen hat es sich gelohnt. Aber am alleralllerallerbesten sind natürlich die Energizer *g* Das sind so kleine im Prinzip sinnlose Lieder und Tänze oder wie auch immer man das beschreiben soll die einfach nur lustig sind und bei denen man sich am Anfang total blöde vorkommt. Aber wenn mans n paar mal gemacht hat ists einfach nur noch toll und spaßig.
Das einzig wirklich Blöde an diesen Auswahlen ist also eigentlich nur eins, und zwar die Zeit danach. Man hatte ein ganzes WE AFS total und danach kommt es einem eeeeeeeeeewig lange vor, bis man dann endlich die Antwort von AFS bekommt, ob man angenommen wurde oder nicht. Wenn man so etwas mitmacht muss man eines können, und zwar warten!!

Angenommen? Angenommen!

Irgendwann kam dann auch der erlösende Brief in einem großen Umschlag, gleich mit allen ausführlichen Bewerbungsunterlagen dabei, was innerhalb von nur 2 Wochen ausgefüllt sein musste. Dabei war auch der Länderwahlbogen und na ja das ist echt nicht einfach. Bei AFS entscheidet man sich nicht von vorneherein für ein bestimmtes Land, sondern es wird aus deinen ‚Lieblingsländern’ sozusagen gelost. Klingt zuerst echt scheiße aber ich persönlich kann sagen dass das ein absolut tolles System ist. Bei den Auswahlen schon wird einem klar dass es eigentlich egal ist, WO du hingehst, Hauptsache du machst die Erfahrung!

Italien, 2006